Monat: April 2016

Kommt mit nach New York!

New York kenne ich seit meiner Kindheit. Jedenfalls aus dem Fernsehen. Ich habe Godzilla die Straßen zerstören und King Kong das Empire State erklimmen sehen, jahrelang mit Carrie und co. Sushi essend die Stadt entdeckt, habe mitgefiebert, während Holly Golightly zwischen Mülltonnen nach Cat suchte. Kurz: ich habe New York immer bewundert. Aber aus der Distanz heraus.

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Warum?

Selber die Welt zu erleben war immer „zu teuer/ zeitintensiv/ aufwendig/ wenig mit dem freelancer-Leben zu vereinbaren.“ Zu irgendwas halt.

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Das Fernsehen mag dir vieles zeigen. Die ganze Welt in wenigen Sekunden, ein ganzes Leben in einem Film. Doch letztes Jahr kam für mich der Zeitpunkt, an dem mir das nicht mehr reichte. Das Fernweh rief nach mir und ich beschloss zu kommen. Alle „zu irgendwas“-Gründe reichten nicht mehr aus, um hier zu bleiben. Welch fantastische Entscheidung!IMG_0118

Dieses Jahr bin ich so oft verreist wie zu keiner anderen Zeit in meinem Leben. Ich war 4 Jahre nicht weg, bin nie wirklich gereist. Brachte oft Freunde zum Flughafen und blieb stets hinter dem Security-Check winkend zurück. Genau deswegen ist der Moment, wo ich den Security-Check betrete, wohl mein liebster geworden. Wohlwissend, dass alles noch vor mir liegt. All die inspirierende Schönheit des Reisens.

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Nach einigen Kurztrips ging es im April 2016 also endlich nach New York. Das Überwinden von Distanz ist schließlich auch nur eine Frage der Zeit. (In diesem Fall 8 Flugstunden.)

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Flug und Hotel waren übrigens gar nicht so teuer wie man es sich in „zu irgendwas“-Fantasien ausmalt. Wenn ihr beides zusammen bucht und hinsichtlich der Reisezeit etwas flexibel seid, könnt ihr echt gute Deals machen. NY im Frühling zu erleben ist wunderbar und sehr zu empfehlen. Nehmt euch auf jeden Fall trotzdem eine ausreichend gedeckte Kreditkarte mit – die Stadt ist auch in den Wohngebieten extrem teuer. In Coffeeshops und Supermärkten kommt noch die Steuer on top, Restaurants berechnen zusätzlich gerne mal 18 oder 20% Trinkgeld. Dabei sind die Preise an sich schon ordentlich: Ein 0,33l großes Bier kostet gerne mal 8 Dollar, Cocktails gibt es ab 13 Dollar, einen Burger für ungefähr 12 Dollar und einen großen Kaffee für 5 Dollar. Und jetzt bewundert bitte mein köstliches 9 Dollar Luxus-Eis:

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Mit dem New York-Pass sind 80 Attraktionen umsonst. Die Fast Lane ist zwar meistens nicht wirklich fast, weil jeder Tourist diesen Pass zu haben scheint, trotzdem lohnt sich die Anschaffung. Empire State, Hop on/ off-Bustour, MOMA, MET, Rockefeller Center, the Ride, Statue of Liberty – mit der Karte, die ihr online oder vor Ort kaufen könnt, spart ihr wirklich Geld und seht viele beeindruckende Sehenswürdigkeiten quasi umsonst. Plant nur gut, was ihr sehen wollt, weil ihr wirklich überall ansteht und deswegen zeitlich gar nicht alles schaffen könnt. Die schönste Sicht auf die Stadt habt ihr übrigens vom ONE WORLD TRADE Center aus. Schon die Fahrstuhlfahrt in den 102. Stock ist dank der animierten Fahrstuhlwände ein Erlebnis und die Sicht auf die Stadt die 32 Dollar Eintritt auf jeden Fall wert.IMG_0113Obwohl uns am Flughafen eine New Yorkerin nahelegte, keinesfalls den Kopf in den Nacken zu legen um uns nicht als Touristen zu outen, konnte ich die ersten beiden Tage einfach nicht anders. ES GING EINFACH NICHT auf den Boden zu gucken, während Hochhäuser vorbeifliegende Wolken kratzten und die berühmteste Skyline der Welt genau über meinem Kopf empor ragte. (Schön blöd, wer da cool auf den erstaunlich sauberen Boden guckt.)

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Der Times Square ist selbst nachts taghell, überall Menschen, Musik, Lichter, Läden, Kulturen, Restaurants, Bars, unzählige Möglichkeiten. Greif zu, beiss den Big Apple, nimm dir die Stadt, sie wartet auf dich, genau wie auf 56 Millionen andere Touristen. Und sie hat jedem einzelnen etwas zu bieten. Worauf wartest du noch…? Komm mit nach NEW YORK!