Wie „das große Los“ mein Leben verändert hat

Je mehr ich mir erlaube ich selbst zu sein, desto mehr sind es auch andere Menschen in meiner Gegenwart. Ich finde das wahnsinnig faszinierend, da meine Reise durchs Leben 2013 von einer Frau angestoßen wurde, die sich auch erlaubt hat, sie selbst zu sein: Meike Winnemuth hat vor ein paar Jahren bei „Wer wird Millionär“ eine halbe Million Euro gewonnen. Daraufhin hat sie ihre Koffer gepackt, ein Jahr lang in verschiedenen 12 Städten auf der ganzen Welt gelebt und darüber ein Buch geschrieben. Meine liebe Freundin Astrid hat mir „Das große Los“ damals ausgeliehen und ich habe es von der ersten Sekunde an geliebt. Schlussendlich war Meike Winnemuths freies, positives und liebevolles Denken der Denkanstoß für meinen Blog, den ich 2014 veröffentlicht habe. Ich liebe es, Menschen zu sagen, wie gut sie mir tun (auch wenn sie mich gar nicht kennen) und genau deswegen habe ich ihr vor ein paar Wochen diesen Brief geschrieben.

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Mein erstes Video 2014

Liebe Meike Winnemuth,

„Das große Los“, Ihr Buch über ihre Weltreise, ist mein Herzensbuch. Aufgrund Ihres Buches habe ich vor 3 Jahren angefangen meinen Blog zu schreiben. Ich habe Ihnen das schon einmal geschrieben. Damals, ganz am Anfang, als sich alles noch um herzgemachtes Essen drehte, ich zu viel Respekt vorm Reisen hatte und mein Blog einen anderen Namen trug.

Ich finde es so witzig, wie Dinge beginnen. Lilli, den kleinen Hund gibt es zum Glück immer noch (inzwischen nur mit einem ergrauten Kinn). Sie wohnt bei meinen großartigen Eltern und ich lebe auf der anderen Seite der Welt.

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Januar 2017. Fast 3 Jahre nach „das würde ich auch so gerne machen, aber…“ mache ich es: ich gehe auf Reisen!

Ich habe im Januar einen Koffer gepackt und bin mit dem Ziel nach Melbourne geflogen, dass ich 2, 3 Wochen hier bleibe, weiterreise und im Juli zurück nach Hamburg komme. Natürlich kam alles ganz anders, ich bin nämlich immer noch hier. Alle haben mir das voraus gesagt und niemandem habe ich das geglaubt.

Als ich vollkommen orientierungslos in meiner neuen Freiheit und mindestens genauso überfordert von all den neuen Gefühlen und Gedanken hier angekommen bin, habe ich mir “Das große Los” auf meinen Ereader geladen. Es ist meine Medizin geworden. Das Buch, das ich lese um mich selbst besser zu verstehen und mich verstanden zu fühlen. Um gute Laune zu bekommen, mich geborgen zu fühlen (das war übrigens schon 2013 der Fall). Hätte ich meine gebundene Ausgabe mit dabei, wäre sie mit Sicherheit mit ganz viele Post-its und Notizen versehen und wie ein geliebtes Kuscheltier leicht verschmutzt und ein wenig abgewetzt.

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Neulich habe ich das Interview von Ihnen und dem Glücksfinder auf Spotify gehört. Es war noch recht früh am Morgen, ich war in der Stadt einkaufen und bin ständig stehen geblieben, um mir Ihre Worte aufzuschreiben (gar nicht so einfach mit einem Sack Orangen im Arm). Schlussendlich bin ich mit Tränen in den Augen durch die Straßen spaziert, habe nur innerlich jubelnd “ja, genau!/ Ach sie hat ja so recht!/ Wovor habe ich eigentlich Angst?!” gedacht.

Nirgendwo kann man Geld besser anlegen, als in Erlebnisse. – Meike Winnemuth im Interview mit dem Glücksfinder

Ihre Gedankenwelt, die Sie nach außen tragen, beflügelt mich und ist wunderschön. Sie bestärkt mich, meine Zeit und Geld in neue Erfahrungen zu investieren. Und das ist momentan wichtiger denn je, denn wenn man wie ich die Welt als einen Spielplatz begreift, fällt man halt auch mal vom Klettergerüst und tut sich weh. “Das große Los” ist mein liebevolles “alles wird gut”-Pflaster, das mir Angst nimmt und Kraft schenkt.

Es geht viel mehr als du denkst. – Meike Winnemuth im Interview mit dem Glücksfinder

Manch einer würde mich wohl als unbeständig bezeichnen, ich finde “intuitiv” viel schöner. Seit meinem Abflug hat sich das alles noch verstärkt. Ich beende viel eher Situationen, die nicht gut für mich sind, entlasse Menschen aus meinem Leben, die mir nicht guttun, erlaube mir, Dinge vorzeitig zu beenden, Pläne über Bord zu werfen, in jede Richtung zu denken, andere Dinge zu machen, die ich schon immer machen wollte/ die sich nicht gehören/ auf die ich einfach Lust habe.

Ich bin unkonzentriert (besonders gut daran zu erkennen, dass ich Mails nur überfliege und dabei wichtige Infos übersehe oder Fragebögen eigentlich immer falsch ausfülle, weil ich die Fragen nicht richtig lese). Ich bin ein Eigenbrödler, dessen Geist nie Ruhe gibt und der seit seiner Kindheit oft sehr abschätzig “du bist doch verrückt/ komisch” hört. 1000 Sachen und Ideen wabern ständig in meinem Kopf herum. Am liebsten würde ich mich zehn teilen, überall gleichzeitig sein und alles auf einmal machen.

In solchen Momenten denke ich daran, wie Sie dem Meer zugehört haben.

Viele Ihrer Gedankenmuster á la sowohl/als auch statt entweder/ oder inspirieren mich derart, mein Leben noch mehr im Vertrauen zu leben; meinen Mut-Muskel weiter zu trainieren und all das zu genießen.

Was man wirklich braucht, ist eine Erweiterung des eigenen Lebens. – Meike Winnemuth im Interview mit dem Glücksfinder

Seit ich mir zum zweiten Mal Ihr Buch gekauft habe, sind Sie ein ganz wichtiger Bestandteil meiner positiven Gedankenwelt geworden. Und dafür möchte ich mich von ganzem Herzen bedanken.

Ich möchte Ihnen DANKE dafür sagen, dass Sie so viel Schönheit und Liebe säen und mir das Gefühl geben, dass alles gut ist, obwohl Sie mich gar nicht kennen.

Ich schicke Ihnen die schönsten Grüße aus dem winterlichen Melbourne (fühlt sich an wie Hamburg an einem schönen Frühlingstag, aber das nur am Rande)

Ihre

Linn MacKenzie

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