Zuhause nach meiner Weltreise

Zuhause nach meiner Weltreise
Auch in Australien gibt es ein Altona. Nur sind hier die Sonnenuntergänge etwas farbintensiver als Zuhause.

Australien -> Fidschi -> Australien -> Bali -> Neuseeland -> Australien -> Italien – ich kann kaum begreifen, wo ich dieses Jahr überall war. Nach knapp einem Jahr auf Reisen bin ich wieder da. Zuhause. Wie sich die erste Woche in meiner Heimatstadt Hamburg angefühlt hat und wie es jetzt weiter geht:

“Ich war total enttäuscht.” “Es hat sich gar nichts verändert.” “Die Leute sind plötzlich alle so langweilig.” Ich kenne so viele Erzählungen von Menschen, die nach einer gewissen Zeit auf Reisen wieder nach Hause kommen und es absolut furchtbar finden. Zum Glück gehöre ich nicht dazu, ich finde es ganz wunderbar, zurück in Hamburg zu sein.

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Do more of what makes you happy! Die Hamburger Schanze im November 2016

Schließlich musste ich nicht zurückkommen, mein Arbeitsvisum für Australien geht noch bis Januar. Genau wie in dem Moment, als ich mich entschieden habe, länger als geplant in Melbourne zu bleiben, habe ich rein intuitiv entschieden. Ich WOLLTE zurückkommen. Ich wusste, dass es Zeit war, nach Hause zu fliegen. Obwohl es November und damit in Hamburg fast immer nur dunkel ist.

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Heimathafen Hamburg
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Ich liebe Hamburg!

Doch Hamburg ist meine Heimatstadt, hier bin ich groß geworden, ich kenne dieses Wetter seit Kindheitstagen. Warum sollte ich jetzt darüber meckern?

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Die Reisterrassen von Ubud, Bali

Die Sonne versteckt sich hinter einer dicken Wolkendecke, es regnet, es ist kalt (und ich habe nur zerrissene Hosen!!!). Grund genug, in eine kleine Depression zu fallen, oder? Witzigerweise passiert genau das Gegenteil: Als ich neulich im Bus saß, um meine Eltern zu besuchen und aus dem Fenster in die graue Tristesse blickte (Menschen an Bushaltestellen sehen immer so frustriert aus! Und zwar überall auf der Welt, wie ich festgestellt habe), konnte ich nicht anders, als glückselig zu lächeln.

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Schnorcheln auf Fidschi

In diesem Moment war es, als blühten alle Erlebnisse in mir auf und ich fühlte mich unendlich reich. Ich musste daran denken, wie es war auf Fidschi mit all den bunten Fischen zu schnorcheln und wie glücklich es mich gemacht hat, in Städten zu leben, in denen Kakadus und Papageien durch die Luft fliegen.

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Southsea Island auf Fidschi
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Verliebt in Fidschi
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Man wird von kleinen Booten von der Fähre abgeholt. Wenn viele Leute an Land gehen, bekommen auch die Koffer ihr eigenes Boetchen.
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…und immer wieder verliebt ins Leben.

Ich habe an den Moment gedacht, wo ich zum ersten Mal in meinem Leben den kompletten Milky Way gesehen habe und ungläubig die im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Natur bewunderte.

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…and you don’t believe in magic? Der Milky Way über Byron Bay
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Papagei-Pärchen in Melbourne

All diese Erlebnisse habe ich schon während ich sie erlebte tief wertgeschätzt. Doch sie wirken nach und entfalten jetzt die volle Kraft ihrer unglaublichen Schönheit.

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Sprachlos auf Fraser Island, Australien

Was mir auch hilft ist der Gedanke, dass ich immer wieder wegfahren kann, wenn mir hier die Decke auf den Kopf fallen sollte. Als ich von Neuseeland nach Melbourne geflogen bin, fragte ich mich, wann ich wohl das nächste Mal über meine Wahlheimat fliegen würde.

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Crazy Birdlady

Ich war währenddessen ganz ruhig und überhaupt nicht traurig, weil mir bewusst wurde, dass ich immer wieder zurück kommen kann. Den größten Schritt war ich bereits mit meiner Abreise aus Hamburg gegangen. Ich weiß inzwischen, wie man mentale Grenzen durchbricht und sein Leben so gestaltet, dass man von ganzem Herzen glücklich ist.

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„Go your own way. It’s okay to be happy.“

Nichts ist für immer und das ist überhaupt nicht schlimm. 

Außerdem ist es so schön, wieder hier zu sein! Wie toll es war, meine kleine Berti wiederzusehen!!! (Ich wäre mindestens genauso gerne um sie herum gehüpft)

…oder einfach mal wieder Sonntag mit Philipp, einem meiner besten Freunde, in  der Küche Kuchen zu essen.

Und wie geht es jetzt weiter?

Es zwar schön ist, einen Plan zu haben, aber mir hat dieses Jahr gezeigt, dass das Leben manchmal auch gerne noch einen raushaut. Denkt nur mal an Bali: ich wollte eigentlich 2 Monate bleiben, um an meinen Ideen zu arbeiten und jeden Tag das tropische Leben (inklusive Smoothiebowls) zu genießen.

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Frühstück auf Bali

Kurz bevor ich das Visum bekommen hatte, drohte der Vulkan Mount Agung auszubrechen und ich bin kurzerhand nach Neuseeland geflogen, um mich auf einen 5.000 Kilometer langen Roadtrip zu begeben.

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Könnt ihr die vielen Schafe finden?
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Hobbiton!!!

Diese 3 1/2 Wochen alleine in einem Van waren ganz wunderbar. Ich bin von der Nord- auf die Südinsel gefahren, habe das Ende der Welt gesehen, geweint als die neuseeländischen Alpen am Horizont auftauchten und konnte meinen Augen nicht trauen, als ich zum ersten Mal in meinem Leben Glühwürmchen in einer stockfinsteren Höhle gesehen habe. Neuseeland hat mich tief beeindruckt. Die Landschaft wechselt sich ständig und es gibt Gegenden, in denen man über mehrere Kilometer keinen Menschen trifft.

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Einer der Momente, an denen ich die Luft angehalten habe, weil ich so beeindruckt war. Huka Fall, Neuseeland
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Könnt ihr euch vorstellen, wie ich mich über dieses Schild gefreut habe?
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The ocean, my happy place

Ihr merkt, dass ich eine ganze Menge zu erzählen habe. Ich habe so viele Ideen für neue Projekte und momentan genieße ich es sehr, in meinem muckeligen Heimathafen jede Menge Zeit zu haben, diese zu realisieren.

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Einer der schönsten Strände der Welt: Whitehaven Beach
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Sonnenuntergang in Altona, Australien

Auf einmal kann ich Selbstverständlichkeiten wie Strom und schnelles Internet ganz anders wertschätzen. Das Internet in Australien ist unheimlich langsam und während meines Roadtrips in Neuseeland hatte ich teilweise tagelang keinen Strom und musste meine Bilder rasend schnell bearbeiten.

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Dieser Van war 3 1/2 Wochen mein Zuhause

Ich weiß nicht, wie lange ich in Hamburg bleiben werde. Ich weiß allerdings, dass es mir momentan wahnsinnig gut tut, hier zu sein und dass es herrlich ist, meine Kreativität auszuleben. Dementsprechend wird in Zukunft auf meinem Blog einiges los sein:

  • Ab Dezember gibt es endlich wieder Videos, die ich während meiner Reisen gedreht habe.
  • Es wird regelmäßig neue Blogposts zu den verschiedensten Themen mit vielen Fotografien geben. Ich habe 2017 mehr als 11.000 Bilder gemacht, die ich zum Teil nur oberflächlich gesichtet habe. Wer einen Teil schon sehen möchte, folgt mir einfach auf Instagram oder -ganz neu- auch auf Pinterest.
  • Aus Linn eats world wird… Lasst euch überraschen! Mein Blog bekommt in den nächsten Tagen einen neuen Namen! <3
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Wenn die Natur schöner ist als all deine Vorstellungskraft

Und auch sonst tut sich eine ganze Menge:

  • Dienstag Vormittag bin ich live auf COSMO zu hören und erzähle in der Sendung Cities, was Melbourne so besonders macht. Hier geht es zum Artikel und dem Podcast.
  • Mitte Dezember reise ich für ein paar Tage nach Litauen, um für Lilies Diary über die Hauptstadt Vilnius zu berichten.
  • Und im Januar gibt es vollkommen losgelöst von meinem Blog ein neues Projekt, auf das ich mich tierisch freue.

Ganz egal, was alles noch so passiert: Ich bin voller Freude, Dankbarkeit und tiefem Vertrauen in dieses zauberhafte Leben. Es bedeutet mir wahnsinnig viel, dass ihr mich auf dieser Reise begleitet!!! Was sind eure Pläne fürs nächste Jahr? Ich wünsche euch einen schönen Wochenstart!

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Free your mind. There’s nothing wrong with being yourself.

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Verfasst von

Australien, Fidschi, Neuseeland, Bali - 2017 war ein absolut verrücktes, emotionales und wunderschönes Jahr. Ich habe gelernt, dass man wirklich alles machen kann was man will, solange man offen dafür ist. Ich habe keine Ahnung, wo mich das Leben noch so hinträgt. Nur eines weiß ich: es wird unglaublich schön. Kommt mit!

4 Kommentare zu „Zuhause nach meiner Weltreise

  1. Liebe Linn, ich freue mich – darüber dass du das alles hier teilst…und ich bin ganz gespannt was da alles nich kommt liebe Grüße Maggie

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