Wie erkenne ich frisches Obst und Gemüse? 4 Tipps

Immer wieder werde ich von euch gefragt, woran man am Besten frisches Obst und Gemüse erkennt. Natürlich spielt dabei auch die Herkunft eine große Rolle. Doch obwohl ich mich immer frage, wer denn Äpfel aus China kauft, möchte ich heute nicht den großen „kauft alles regional“-Zeigefinger schwingen, sondern euch meine 4 besten Tipps für frisches Obst und Gemüse an die Hand geben.

Tipp 1: Herr Strunk  und die Blätter

Wie frisch ein Lebensmittel ist, erkennt ihr am einfachsten am Strunk. Je frischer das Obst, desto grüner der Strunk. Kein Wunder also, dass viele Hersteller den Strunk entfernen (zum Beispiel bei Snack-Tomaten aus der Plastikdose), damit man nicht sieht, wie alt die Tomaten tatsächlich sind. Avocados und Äpfel kaufe ich ausschließlich, wenn der kleine Nuppsi noch dran ist. Ist der nämlich erstmal ab, können Bakterien einfacher in die Frucht eindringen und es schneller verderben lassen. Bei Ananas geben die Blätter jede Menge Aufschluss darüber, wie es in ihr aussieht. Lassen sie sich zu leicht abzupfen, ist sie wahrscheinlich überreif, es sollte also ein kleiner Widerstand da sein.

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Quelle: Pia Opfermann Illustration (geht Unbedingt auf ihre Facebook-Seite! Große Kunst!)

Tipp 2: Touch my Body… 

Doch nicht nur der Strunk gibt Aufschluss über die Frische des Lebensmittels, auch die Haut und die Schale tun es. Diese sollten komplett intakt und frei von Rissen oder Druckstellen sein. Fühlt das Obst und Gemüse: Ist es weich und wabbelig oder noch fest? Leicht oder schwer? Trocken oder feucht? Je schwerer es ist, desto saftiger ist es. Spargel sollte an den Enden zum Beispiel noch schön feucht und keinesfalls holzig sein. Kräutern tut ein gewisses Maß an Feuchtigkeit ebenfalls sehr gut.

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Tipp 3: Du riechst so gut

Einkaufen mit allen Sinnen? Ja, Mann! Den Reifegrad einer Mango erkennt ihr zum Beispiel nicht nur daran, dass sie weich ist, sondern auch daran, wie sie riecht. Riecht einfach an dem Strunk – duftet es fruchtig süß, ist sie reif! Das Gleiche gilt für Melonen und Ananas. Wenn es ein bisschen nach Alkohol riecht, lasst die Frucht im Supermarkt – dann sind sie nämlich vergoren.

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Tipp 4: Ab in den Keller, du Apfel!

Obst und Gemüse sollten immer atmen können und keinesfalls zu eng nebeneinander gestopft sein. Doch auch wenn man das beachtet, gestaltet sich die Lagerung von Obst und Gemüse teilweise etwas tricky: Tomaten verlieren im Kühlschrank zum Beispiel ihr Aroma. Lagert sie am besten bei Zimmertemperatur. Doch nicht direkt neben Äpfeln, da diese Ethylen abgeben, die die Tomaten schneller verderben lassen. Das Gleiche gilt für Äpfel und Avocados: Ist die Avocado noch sehr hart und ihr wickelt sie zusammen mit einem Apfel in Zeitungspapier ein, wird sie schneller reif. Ist sie allerdings schon recht soft, vergärt sie -dem Apfel sei dank- im Handumdrehen. Und auch vor Bananen machen die Äpfel keinen Halt. Lagert die Äpfel also am besten alleine im Keller oder Kühlschrank. Da halten sie auch ewig. Und wenn die Banane länger halten soll, umwickelt ihren Stengel (nicht die Frucht!) mit Klarsichtfolie. Empfindliches Obst wie Himbeeren (my Love!!!) oder Erdbeeren halten sich fast gar nicht. Mein ausgeklügelter Tipp: Sofort aufessen. Ich wünsche guten Appetit!

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